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Nacht für Nacht fuhr Tom Vierus mit einer Fischercrew durch die Mangroven. Sieben Monate lang erforschte der Biologe die Haipopulation vor den Fidschi-Inseln im Südpazifik, um herauszufinden, wo ihre Jungtiere aufwachsen. »Die Haibestände gehen zurück, es ist wichtig, diese Gebiete zu schützen«, sagt er. Auf seinen Tauchgängen hatte Vierus immer eine Kamera dabei.

Haie existieren seit 400 Millionen Jahren. Heute gibt es mehr als 500 Arten in den Weltmeeren.
2018 gab es 66 Haiangriffe, vier Menschen starben. Weit weniger als etwa durch Bienenstiche. Nur 44 Haiarten sind als gelegentliche Angreifer bekannt.
Experten schätzen, dass der Mensch jedes Jahr 100 Millionen Haie tötet. Rund 275.000 am Tag. Häufig enden die Tiere als Beifang, sie werden aber auch gezielt wegen ihrer Flossen oder als Trophäen gejagt.
Placoidschuppen schützen die Tiere vor Verletzungen und reduzieren den Wasserwiderstand. Forschern dient die Haihaut als Vorbild für neue Materialien, etwa für Flugzeuge.
Mit Riechgruben an der Schnauze spüren die Haie Substanzen wie Blut auf. Bestimmte Arten in einer Verdünnung von 1 zu 10 Milliarden.

TOM VIERUS

ist Fotograf, Filmemacher und Meeresbiologe. Er studierte »International Studies in Aquatic Tropical Ecology« an der Universität Bremen und dem Leibniz-Zentrum für Marine Tropenforschung. Für seine Bildserie zu seiner Forschung über junge Haie in Fidschi wurde Vierus in der Kategorie »Reportage« mit dem »Deutschen Preis für Wissenschaftsfotografie« ausgezeichnet, der jährlich von dem renommierten Magazin »Bild der Wissenschaft« vergeben wird. Nachdem er für seine Masterarbeit 2015/2016 mehrere Monate auf Fiji lebte, zog es ihn zwei Jahre später zurück auf die Pazifikinsel. Dort gründete Tom Vierus 2020 das Unternehmen Pacific Media House, mit dem er sich stärker auf die Fotografie und Filmproduktion konzentriert.

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