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Kaum ein Land in Europa entwickelt sich so rasant wie der Kosovo. Trotzdem zieht es viele Menschen von dort ins Ausland, weil sie in ihrer Heimat keine Perspektive für sich sehen. Häufig sind es junge Frauen, die gehen.

Die Politikwissenschaftlerin Janine Läpple vom Leibniz-Institut für Agrarentwicklung in Transformationsökonomien untersucht für ihre Doktorarbeit, wie es ihnen ergeht, wenn sie in den Kosovo zurückkehren. Wie verändern die Rückkehrerinnen eine bis heute von konservativen Traditionen geprägte Gesellschaft? Im Ausland haben sie häufig eine gute Ausbildung genossen, andere Wertesysteme kennengelernt und eigene Sichtweisen entwickelt – die sie nun im Gepäck haben. Agents of Change werden sie in der Forschung deshalb auch genannt.

Eine der Frauen, die Janine Läpple für ihre Forschung getroffen hat, ist Liridona Osmanaj. Nach ihrer Rückkehr in den Kosovo hat sie zunächst für die Vereinten Nationen gearbeitet und ist dann für ein zweites Studium erneut in die USA gezogen. Im Interview erzählt sie vom Leben im Ausland – und warum sie auch dieses Mal in den Kosovo zurückehren will.

Das Gespräch mit Liridona Osmanaj hören Sie hier:

Hintergrund

Mit Janine Läpple vom Leibniz-Institut für Agrarentwicklung in Transformationsökonomien sind wir bereits vor einiger Zeit in den Kosovo gereist, um mit ihr weitere Agents of Change zu treffen. Mehr über die Interviewpartnerinnen der Politikwissenschaftlerin und ihre Forschung lesen Sie in der Reportage Die Rückkehrrerinnen.

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