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N°15

Verantwortung

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Schwerpunkt N°15 · Verantwortung

Handeln hat Folgen. Nicht handeln: auch. Das gilt für praktisch alle Bereiche des Lebens – und es nimmt uns in die Pflicht: Welche Verantwortung trägt eine Gesellschaft für Vergangenes und die Zukunft? Wo beginnt und endet unsere Verantwortung für andere? Wann wird die Welt aktiv, um die Umwelt zu schützen? Kann sich jede und jeder dabei einbringen – und wie? Mit Forscherinnen und Forschern verschiedener Disziplinen haben wir uns auf die Suche nach Antworten begeben.

Die Redaktion

Es ist mein Grundsatz, für das öffentliche Wohl zu arbeiten, ohne mich zu sorgen, ob es mir jemand dankt.

GOTTFRIED WILHELM LEIBNIZ

Menschen dieser Ausgabe

MADELEINE CLAIRE LONDENE

Schweineaugen und Froschschenkel sezieren? Davor hatte sich Madeleine Londene im Biologieunterricht immer erfolgreich gedrückt. Auf ihrer Recherche in Potsdam fühlte sich unsere Autorin nun zunächst erneut wie eine Schülerin – bevor sie von der Begeisterung der Ernährungswissenschaftlerin Rachel Lippert mitgerissen wurde: Gemeinsam inspizierten die beiden Mäusegehirne und analysierten Gensequenzen auf dem Computer. Und unterhielten sich dabei über Verantwortung: Wie wichtig ist gesunde Ernährung für ein ungeborenes Kind? 

CASPAR SESSLER

Wir mussten ihn nicht lange bitten, für uns an das Deutsche Schifffahrtsmuseum in Bremerhaven zu fahren. Schon seinen Zivildienst hat der Fotograf Caspar Sessler auf einem ehemaligen Beiboot des Segelschulschiffs Gorch Fock abgeleistet (das von der Steuerbordseite, das früher auf dem 10-D-Mark-Schein abgebildet war) – und dabei ein Faible für Traditionssegler entwickelt. Das Depot des Leibniz-Forschungsmuseums war für ihn mit all den Schiffen und Schiffsmodellen eine wahre Schatzkammer: Sie haben dort sogar einen Schärenkreuzer — wenn ich mal zuviel Geld und Zeit hätte, wäre das mein Wunsch-Boot.

THUY ANH NGUYEN

Mit Ruhe, Sprachgefühl und klugen Reflexionen bereichert Thuy Anh unsere Redaktion seit vergangenem Herbst. Den Start hat sie mitten in der Pandemie gemacht und die neuen Kolleginnen und Kollegen seither praktisch nur auf dem Bildschirm getroffen. Im Interview mit der Psychologin Annika Scholl, die zu Führungsverantwortung in Zeiten von Distanz forscht, hat sie deshalb nicht nur Fragen gestellt. Angeregt tauschten die beiden sich zum sozialen Miteinander im Homeoffice aus: Seit der Pandemie setze ich in Mails deutlich mehr Smileys ein – und habe auch schonmal meinen Hund erwähnt.