Schwerpunkt N°29 · Medizin
Die Möglichkeiten scheinen unendlich. Fast täglich liest man von neuen Ansätzen, die Leiden früher erkennen, wirksamer heilen — oder dafür sorgen sollen, dass es einen gar nicht erst erwischt. Die Ideen klingen mitunter ganz einfach: Kann man Organe wie alte Motoren reparieren? Mit Algorithmen der Gesichtserkennung Krankheitsüberträger identifizieren? Unsere Recherchen haben gezeigt, wie heilsam der Blick in die Medizingeschichte sein kann. Aber auch, dass wir die Medizin der Zukunft nicht auf morgen verschieben dürfen, wenn wir den Wettlauf gegen resistente Keime und Co. noch gewinnen wollen.
Die Redaktion
Menschen dieser Ausgabe
JONAS GERDING
Wer wie unser Autor in Kinshasa lebt, den trifft es irgendwann. Vor zwei Jahren lag er wimmernd mit Malaria im Bett, den Blick auf die Uhr gerichtet, um die nächste Dosis Medikamente pünktlich einzunehmen. In Gabun traf Gerding nun Ghyslain Mombo-Ngoma, der eine Einzeldosis-Behandlung entwickelt hat. »Welch Segen für die Patienten!«, dachte der Journalist bei sich.
LISBETH SCHRÖDER
Statistik kennt die Journalistin aus dem Biologiestudium. Sie verband damit kühle Zahlen. Dann begegnete sie Iris Pigeot: einer Statistikerin, die viel lacht, um die Welt reist, sich für Gesundheit einsetzt und sich privat um Igel kümmert. Pigeots Traum für die Rente? Deutschlands erstes Igelkrankenhaus errichten!
MANFRED JARISCH
Mit den Apparaturen, die er für uns fotografiert hat, hebelte man einst Zähne heraus und fräste Löcher in Schädel. Was brachial klingt, stellte sich Jarisch vor Ort als filigrane Kunst dar: »Man sieht sofort, wie viel Zeit und Experimente in die Entwick-lung der Ergonomie der Objekte geflossen sind – in Handarbeit, ganz ohne 3D-Druck.«
Wären wir in der Regel krank und selten gesund, so würden wir dieses große Gut wunderbar schätzen.
GOTTFRIED WILHELM LEIBNIZ